| Im
Laufe des Lebens verlieren sowohl Haut als auch
die darunter liegenden Gewebe an natürlicher
Spannkraft und Festigkeit. Die Strukturen im
Gesicht oder am Hals erschlaffen und sinken nach
unten ab, Die Folge ist ein faltiger Gesichts-
und HAlsbereich, wodurch Sie müde und alt
wirken.
Ein Facelifting kann im Normalfall durch die
operative Straffung von Gewebe und Muskulatur
störende natürliche Falten verbessern.
Das
Standard-Facelifting gibt es nicht mehr. Vielmehr
stehen heute unterschiedliche Techniken zur
Verfügung,
wie das klassische Facelifting, das endoskopische
Stirnlifting, Laser und unterschiedliche Materialien
zum Faltenunterspritzen. Die Techniken werden
je nach Alter und Hautzustand nach dem Baukastenprinzip
individuell zusammengestellt. Beim großen
Facelifting nach der SMAS Technik wird nicht
nur die Haut gestrafft, sondern auch das
darunter liegende Bindegewebe und die Muskeln.
Ziel des Eingriffs
Der natürliche Alterungsprozess führt
im Gesicht und am Hals zu mehr oder weniger ausgeprägten
Falten. Durch Entfernen der überschüssigen
Haut und Raffung des Unterhautfettgewebes wird
die Gesichtshaut gestrafft. Ein jüngeres
und frischeres Aussehen des Gesichtes ist Ziel
des Eingriffs. Das biologische Alter wird um
etwa 8-10 Jahren zum Vorteil verändert.
Vor dem Eingriff
- 4 Wochen nicht rauchen (Gefahr von Wundrandnekrosen).
- 2 Wochen vor der OP keine Schmerzmittel wie Aspirin
einnehmen, da diese die Blutgerinnung hemmen.
- Alkohol und Schlafmittel möglichst meiden.
- Bei Kurzhaarschnitt ggf. das Haar etwas wachsen
lassen, um die Operationsnarben besser kaschieren
zu können.
- Facelift möglichst nicht vor dem 45. Lebensjahr
durchführen.
- Besondere Bedeutung vor dem Facelifting hat die
gewissenhafte Vorbereitung, das Informationsgespräch
und die Beratung des Arztes.

OP-Verfahren
- Der Schnitt beginnt innerhalb der behaarten Schläfen,
verläuft auf der vorderen Ohrkante und biegt
hinter dem Ohr bogenförmig nach hinten um.
Die Gesichtshaut und die Halshaut werden vom
Unterhautgewebe und der Muskulatur abgelöst.
Die Haut und das erschlaffte Unterhautfettgewebe
werden in Richtung des Schnittes zweischichtig
gespannt (SMAS Technik); die überschüssige
Haut wird abgetragen. Die Wundränder werden
meistens mit feinsten, versenkten und auflösbaren
Fäden vereinigt.
- Der Stirnbereich kann extra gestrafft oder zusätzlich
in die Operation mit einbezogen werden. Sind
im Kinnbereich größere Fettablagerungen,
ist es sinnvoll, diese ggf. auch zu entfernen.
- Soll die Gesichtsstraffung mit einer Lidstraffung
verbunden werden, wird der Arzt dies gesondert
mit dem Patienten besprechen.
- Narkose: Lokalanästesie oder Vollnarkose
- Operationsdauer: 3 bis 4 Stunden
- Der Klinikaufenthalt beträgt 3 bis 4 Tage

Nach dem Eingriff
- Die Heildauer beträgt 2 bis 3 Wochen
Nach dem Eingriff wird für einige Tage ein
Kopfverband angelegt.
- Schwellung, Bluterguss und ein Spannungsgefühl
hinter den Ohren klingen wenige Tage nach dem
Eingriff ab.
- Zunächst verbleibt eine leichte Verhärtung
in den abgelösten Bereichen sowie Gefühlsstörungen
in unmittelbarer Umgebung des Schnittes, besonders
an den Ohren.
- Nach der Operation sollte sich der Patient 5
bis 7 Tage Ruhe gönnen.
- Bereits nach 8 Tagen kann man wieder wie gewohnt
duschen und Make-up auflegen.
- Während der ersten 4 Wochen muss unbedingt
auf Nikotin und Schmerzmittel (wie Aspirin) verzichtet
werden.
- Auch direktes Sonnenlicht sollte man für
die Zeit von 4 Wochen konsequent meiden. (Sonnenschutz
mit hohem Lichtschutzfaktor)
- Sportliche Aktivitäten sind nach 4 Wochen
möglich.
- Endgültiges OP-Ergebnis nach 2 bis 3 Monaten
- Auffallende Operationsnarben sind sehr selten
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